TERMINE LANDESVERBANDSSCHAUEN 2010

Termine für Landesverbandsschauen und viele andere Messen und Schauen. Hier

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ENTEROCOLITIS – KANINCHEN-DARMERKRANKUNG MIT HOHER STERBERATE

Enterocolitis ist heutzutage jedem Kaninchenzüchter ein gefürchteter Begriff, denn die in der Fachliteratur als „Mukoide Enteritis“ beschriebene Erkrankung kann einen Bestand dauerhaft befallen und zu massiven Tierverlusten führen. Erste Symptome der Darmlähmung sind:

  • apathisches Verhalten
  • Appetitlosigkeit
  • schlecht riechender Durchfall
  • aufgeblähter Bauch
  • Zähneknirschen

Die Ursachen für Enterocolitis sind vielfältig und die Bekämpfung der Krankheit gestaltet sich komplex. Ein umfassender und sehr informativer Artikel mit dem Titel „Die Darmlähmung beim Kaninchen“ ist auf kaninchenwissen.de veröffentlicht. Die Autorinnen Frau Dr. Getrud Rossi und Frau Renate Regitz stellen dort Ursachen, Verlauf und Behandlungsmöglichkeiten der Enterocolitis dar:

Länderübergreifend hat unter den Darmerkrankungen des Kaninchens die Darmlähmung in den letzten 10 Jahren die schnellste Ausbreitung erfahren. Seit 1997 werden auch die Bestände deutscher Kaninchenzüchter von der ansteckenden Darmlähmung heimgesucht, welche mittlerweile auch in Deutschland ein ernst zu nehmendes Problem ist. Aufgrund ihrer flächendeckenden Verbreitung wird sie in Westeuropa als Rabbit Epizootic Enteropathie (REE) bezeichnet. Sie ist ansteckend, übertragbar und reproduzierbar. Ein Ausbruch der Krankheit im Bestand ist ganzjährig möglich. Meist kommt es dazu jedoch nach dem Absetzen. Bei einem Erstausbruch der Darmlähmung im Bestand sterben etwa 80% der Jungtiere und ca. 25 % der Zuchttiere daran. Später bleibt die Krankheit im Bestand fortbestehen, fordert aber nicht mehr so viele Opfer…“ Mehr


KANINCHENSEUCHE – MYXOMATOSE

Myxomatose ist eine gefährliche Viruserkrankung bei Kaninchen, die oftmals eine hohe Ausbreitungs- und Sterberate verzeichnet.

Die Übertragung des Krankheitserregers kann auf unterschiedlichen Wegen stattfinden: so wird das Virus zum einen von blutsaugenden Insekten, wie Stechmücken und Kaninchenflöhen oder aber durch Milben, Zecken, Fliegen und Läuse übertragen. Eine weitere Ansteckungsgefahr besteht durch gesammeltes Grünfutter oder Tröpfcheninfektion von Kaninchen zu Kaninchen. Myxomatose ist auf andere Tiere, wie Hunde und Katzen oder auf Menschen nicht übertragbar.

Es ist kaum möglich die Kaninchen vor dem Virus zu schützen, nur eine Impfung bietet sicheren Schutz. Hier sollte auf jeden Fall Rücksprache mit dem örtlichen Tierarzt genommen werden, da sich die Situation in der jeweiligen Region jedes Jahr ändern kann. Sobald die Krankheit ausgebrochen ist, ist eine Heilung nicht mehr möglich. Auch der Einsatz von Antibiotika und anderen Medikamente kann das Versterben der Tiere nicht verhindern.

Die ersten Anzeichen der Myxomatose sind Schwellungen an den Augen, Augenausfluss, Ödeme (Bindehautentzündung), später können Anschwellungen im Kopfbereich und eitriges Augensekret beobachtet werden. Im letzten Krankheitsstadium kann es zu Fieber und Ödembildung am ganzen Körper kommen. Während die Tiere zu Beginn der Krankheit noch recht munter sind und gut fressen, zeigen sie nach 1 – 2 Wochen Appetitlosigkeit, stellen die Nahrungsaufnahme und sterben.


 

WAS IST KOKZIDIOSE UND WAS KANN ICH DAGEGEN TUN?

Kokzidiose ist eine häufig auftretende Darmerkrankung in Geflügel- und Kaninchenbeständen.

Hierbei dringen einzellige Darmparasiten, die Kokzidien, in die Schleimhautzellen des Darmes ein und vermehren sich dort. Im Verlauf der Krankheit verlassen die Kokzidien die Wirtszelle um neue Zellen zu befallen. Dies führt zu einer erheblichen Schädigung der Darmschleimhaut, die nun ihre Verdauungsfunktion nicht mehr erfüllen kann: Appetitlosigkeit und schwerer, teilweise blutiger Durchfall sind die Folgen. Besonders bei Jungtieren steigt die Sterberate nach Ausbruch der Kokzidiose drastisch.

Besonders dramatisch ist die lawinenartige Verbreitung der Kokzidien von dem erkrankten Tier über den Kot auf den Bestand. Glücklicherweise kann der Züchter durch die Fütterung von Kokzidiostatika die Vermehrung der Parasiten unterbinden und somit den Ausbruch der Krankheit verhindern. Kokzidiostatika sind Substanzen, die als Zusatzstoffe futtermittelrechtlich zugelassen und in ihrer Verwendung genau geregelt sind. Diese Substanzen wirken nachweislich gegen Kokzidiose und sind für Tier, Mensch und Umwelt unbedenklich. Schon der Tierschutzanspruch gebietet den prophylaktischen Einsatz von Kokzidiostatika.

Unser Holstenstolz Kaninchenfutter Type 139 Mast enthält Kokzidiostatika und kann prophylaktisch gegen Kokzidiose gefüttert werden, um die eigenen Tier zuverlässig zu schützen.